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BERTA HUMMEL

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ANDERS ALS DIE HUMMELFIGUREN

Wie selbstverständlich hat die Nachwelt aus der putzigen Naivität der Kinderbilder auf ein stets heiteres Gemüt ihrer Schöpferin geschlossen.

Diese Interpretation ist ganz im Sinne der Vermarkter. "Berta Hummel" wurde zum Markenzeichen. Dagegen nahm man die Vielschichtigkeit ihres Charakters lange nicht zur Kenntnis.

Rote Dahlien, 1929/30

Erst die Betrachtung ihres künstlerischen Lebenswerks lässt die verschiedenen Facetten ihrer reichen Persönlichkeit ahnen. Feinheit und sensibles Gefühl für die Natur bei den Blumenstudien, robuster Humor bei den Karikaturen, liebevolle Anteilnahme bei den Kinderbildern, ein wacher Sinn für das besondere Detail bei den Straßenszenen und Landschaften.

Massing, Marktplatz im Frühjahr, 1929

Künstlerisches Selbstbewusstsein und Entschlossenheit äußern sich im energischen Strich der Kohlezeichnungen wie in der freien Behandlung der Farben bei den Aquarellen.

Der Hund "Lord", 1929/30

Bertas lebhaftes Interesse an ihrer Umgebung dokumentieren vor allem die zahlreichen Porträts, die sie in ihrer Studienzeit schuf. Es sind Bildnisse von Verwandten und Freunden sowie auch von professionellen Modellen der Kunsthochschule - insgesamt eine faszinierende Galerie ihrer Erlebniswelt.

Dame in Rot, 1930

Und ebenso ein Zeugnis ihrer scharfen Beobachtungsgabe. Bemerkenswert, dass die Künstlerin, die ja durch ihre heiteren Kinderbilder weltbekannt wurde, ihre höchste Eindringlichkeit in der Porträtkunst bei der Darstellung alter Menschen fand. Sie schildert sie voll Mitgefühl und dennoch unpathetisch.

Portrait Maximilian Dasio, Holzschnitt 1930