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Zwei Frauen, Zwei Leben - Berta Hummel und Käthe Kollwitz
29. September 2012 bis 20. Januar 2013

Nachhaltige, zeitgemäße Kulturarbeit zu leisten ist eine Leitlinie unseres Museums. Durch eine sympathische und gleichzeitige überraschende Begegnung ist es gelungen einen Kulturbogen zwischen Köln, Massing und Tegernsee zu spannen. In fruchtbarer Zusammenarbeit mit dem Olaf-Gulbransson-Museum in Tegernsee und seiner umtriebigen Leiterin Sandra Wiedemann können wir das Werk von Käthe Kollwitz umfassend zeigen – vom 29. September 2012 bis 20. Januar 2013 in unserem Museum, anschließend im Olaf-Gulbransson-Museum in Tegernsee. 50 Grafiken sind repräsentative Beispiele für die künstlerische Arbeit aus über 40 Jahren.

Käthe Kollwitz (1867 – 1945) besaß die Gabe die Wirklichkeit mit offenen Augen zu sehen und das Geschaute mit einfühlsamer Anteil- und mutiger Stellungnahme künstlerisch zu schildern. Im Sinne einer grafischen Anklage wird sie so zu einer Friedensbotschafterin, deren Aussagen auch heute noch eindeutig und aktuell sind. In ihrer persönlichen Entwicklung wurde sie entscheidend von ihrem Elternhaus geprägt, das zum liberalen Bürgertum zählte. Die künstlerische Entwicklung vollzog sich über die Königsberger-Akademie zur Münchener Künstlerinnen-Schule, wo sie unter dem Einfluss von Fritz Ude und Max Liebermann die wichtigsten Vorbilder fand. Verantwortlich für die Hinwendung zu sozialkritischen Arbeiten, die mit ihrem ersten Zyklus „Ein Weberaufstand“ einsetzten, war die hautnahe Begegnung mit dem Großstadtelend in der Praxis ihres Mannes im Norden Berlins. Mit ihrem „Weber-Zyklus“ gelang Käthe Kollwitz auf Anhieb der künstlerische Durchbruch (…er sollte zeitlebens ihr bekanntestes Werk bleiben).

Käthe Kollwitz und Berta Hummel sind mit die berühmtesten deutschen Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. So bot es sich an Käthe Kollwitz erstmals mit Berta Hummel zusammenzuführen.

M. I. Hummel – ein Name, der durch die Porzellanfiguren zur weltweit bekannten Marke avancierte. Mitte der 30er Jahre begann der unaufhaltsame Siegeszug der „Hummelkinder“, optisches Gemeingut, mit dem seither Generationen aufwuchsen. Hinter der lieblich heilen Welt der Kindermotive blieb lange Zeit die Vielschichtigkeit einer hochsensiblen Künstlerin auf der Strecke. Sie hinterließ ein umfangreiches Werk, vieles davon aus der Zeit ihres Kunststudiums in München als sie noch mit „Berta Hummel“ signierte: Landschafts- und Blumenaquarelle in prachtvoll leuchtender Luzidität, detailgenaue Straßenszenen, meisterhafte Aktzeichnungen, kraftvolle Porträts, schonungslose Karikaturen. Ihre Lebens- und Werkgeschichte ist Erfolgsstory, Zeitzeugnis und Tragödie zugleich.

Von Berta Hummel wird in dieser Ausstellung ein „kleiner“ aber wichtiger Querschnitt durch ihr künstlerisches Schaffen gezeigt – klein deshalb, weil die 50 großformatigen Bilder von Käthe Kollwitz den Räumlichkeiten des Museums einen engen Rahmen für Berta Hummel vorgeben. Im Jahr 2013 wird eine Ausstellung ausschließlich mit Werken von Berta Hummel erfolgen, vorallem mit den nunmehr fast 100 Neuerwerbungen seit der Gründung des Museums im Jahr 1994.

 
Zwei Frauen, Zwei Leben - Berta Hummel
 
 
Zwei Frauen, Zwei Leben - Käthe Kollwitz